Haushaltsrede 2021

Veröffentlicht am 04.02.2021 in Gemeinderatsfraktion

Haushaltsrede 2021 SPD  Martina Miller und Edith Lorenz Henselmans  01.02.2021

Die Corona  Lage bleibt weiterhin angespannt und lähmt das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben. Wir bedanken uns bei allen, die beruflich wie ehrenamtlich geholfen haben, diese einmalige Herausforderung zu bewältigen.  Gleichzeitig unterstützen wir unsere Selbständigen sowie das Betreuungs - und Lehrpersonal in ihrer Kritik bezüglich der  Hilfsgelder und der fehlenden Perspektive  zur  Wiederöffnung  Ihrer  Geschäfte und Einrichtungen.  Von den Verantwortlichen  erwarten wir ein deutliches Nachjustieren für die Zugänglichkeit  der dringend benötigten Impfstoffe.

Wie sich die wirtschaftlichen Folgen  auf unseren Kommunalhaushalt auswirken, ist für niemanden absehbar. Dennoch müssen  auch  im  Haushaltsplan  2021 die  Grundsätze und Richtlinien der Kommune  festgelegt werden.  Die Gemeindeordnung   überträgt dem Gemeinderat  dabei die Grundsatzkompetenz, ihm obliegt die  kommunalpolitische  Führung.

Mit unseren Anträgen und Anfragen  stellt sich die SPD genau dieser Verantwortung.  Dies mag  anstrengend  und  zeitaufwendig sein, aber wem das Ringen um die besten Entscheidungen lästig ist, der missachtet das Fundament der Demokratie.

Änderungsbedarf sehen wir  in der derzeitigen Beratungsmodalität.  Wir  wünschen uns eine  allgemeine Ratsbeteiligung  zur 1. Haushaltslesung. Dieses Verfahren hat sich allgemein und bereits in der Vergangenheit bewährt. Es ermöglicht eine effiziente Beratung auf Augenhöhe.

Leider ist es uns nicht möglich,  776  Seiten  HH Plan mit der uns  gebotenen  Sorgfalt, in wenigen Minuten zu kommentieren.   Dennoch wollen wir  folgende Schwerpunkte ansprechen:

Ein unverzichtbares  Element ist das  vielgelobte Bürgerschaftliche  Engagement.

Unabdingbar ist für die SPD daher eine verlässliche und zeitnahe  Umsetzung des Martinusladen zu einem Haus der Begegnung. Wir sehen die Stadt in der Pflicht, sich für sozial benachteiligte Mitbürger einzusetzen und dieses Engagement nicht  zwingend von einer Bezuschussung  abhängig zu machen.

Wie bei der Haushaltsberatung 2020 unterstützen wir  die Weiterentwicklung  des Planetariums als Einrichtung für Volksbildung und Jugendförderung . Vorbehaltlich der noch ausstehenden Übergangslösung und dem Breitbandanschluss  fordern wir ein Finanzierungskonzept für die mittelfristige Finanzplanung.

Für  die Umsetzung und Erarbeitung  eines nachhaltigen Konzeptes zur  Biodiversität   erwarten wir zukünftig die Einbeziehung  des engagierten   Agenda Arbeitskreis Umwelt und Natur.

Das Pflanzen von  124.000 Blumenzwiebeln wird im Frühjahr die Seele beflügeln,  aber spannend wird Naturschutz dann, wenn dieser Einschränkungen zur Folge hat.

Umwelt und Klimaschutz

Neben der Digitalisierung  ist der Schutz von Umwelt und Klima generell  ein Schwerpunktthema. Erstmals beantragte die SPD  1990 ein kommunales  Energiemanagement.  Aktuell  fordern  wir die Wiederauflage der erfolgreichen Kooperation mit KEA  und erwarten mit Spannung das Angebot  der Energieagentur.

Wir freuen uns auf unsere städtische Beteiligung der  Aktion " 1000 Bäume für 1000 Gemeinden" des Gemeindetags.  Unser  Antrag 2020 zum  Artenschutz  wurde  ja zunächst ablehnend  betrachtet  jedoch im November erfreulicherweise umgesetzt.

 Kritisch hinterfragen wir die Bilanz der gefällten Bäume im privaten wie im öffentlichen Raum.  Warum wurden entlang der Nordtangente zwischen Bronner Straße und Konrad Adenauer Str. von 20 Straßenbegleitbäumen  14 gefällt ?

Daher sind wir gespannt  auf die  zugesagte Beratung  des Baumkatasters und der Naturdenkmäler. Wir gehen davon aus, dass  Streuobstwiesen, als bedeutender Bestandteil unserer Kulturlandschaft, berücksichtigt werden.

Unsere Befürchtungen  zur Trennung von Bau und Umweltausschuss haben sich bewahrheitet.  Die nur  zweimalige  Einberufung des Umweltausschusses steht  im Widerspruch zu  dessen Bedeutung. Hier ist eine deutliche Aufstockung notwendig.

Mobilität

Wir möchten das  Mobilitätskonzept  aktiv begleiten  und  schlagen  neben dem Ausbau der Infrastruktur die Erstellung eines kommunales Radwegenetzes  vor mit  der Vernetzung aller Akteure und einer Online- Plattform zur aktiven Bürgerbeteiligung. Der Nationale Radverkehrsplan empfiehlt eine  Mittelbereitstellung von 8 - 15 Euro pro EW. Unsere eingestellten 3 Euro  betrachten wir daher als nicht ausreichend. Für den Sommerbetrieb sollte dringend das Radwegnetz am Freizeitbereich  umgesetzt werden. Wir setzen uns  auch für diesjährige Beteiligung am Bundesweiten Aktionstag "Mobil ohne Auto" ein.

Stadtentwicklung

Die Problematik der Baulücken und Leerstände  erfordert eine Sachdarstellung im Bauausschuss unter Prüfung der vielfältigen Förderprogramme.  Ein wichtiges Instrument ist  auch die Nachverdichtung  im Bestand. Oftmals spielt die Kommunikation eine Schlüsselrolle.  Wir wiederholen daher unseren  Antrag zur Schaffung eines Runden Tisches  mit dem Ziel, einvernehmliche Lösungen zu finden. Wir freuen uns  auf die Umsetzung unseres Antrages von 2017 zur Neuordnung der Vergaberichtlinien für die Bauplatzvergabe.

Unsere Bemühungen zum Erhalt heimatgeschichtlich bedeutender Gebäude und historische gewachsener Platzgestaltungen haben bei den Laupheimern viel Unterstützung erfahren. Wir nehmen das Angebot der Stadtplanung gerne an und leiten konkrete Vorschläge weiter.

Bildung und Betreuung

Bedauerlicherweise ist es abhängig vom  jeweiligen Wohnort der  Eltern, ob sie Kitagebühren  bezahlen müssen. So erfolgt in Biberach der Einstieg zur  steuerfinanzierten Betreuung.  Wir erwarten die volle Gebührenübernahme  von Corona- bedingten Betreuungsausfällen und sehen das Land in der Pflicht, den Kommunalen Haushalt zu entlasten.

Leider gelingt es uns nicht, das Angebot der Ferienbetreuung auf die auswärtigen Mitarbeiter der  Betriebe und Einzelhändler  in Laupheim auszuweiten.

Es gibt kaum ein Thema, das in der Öffentlichkeit  so kontrovers diskutiert wird,  wie das Rathaus und Parkhaus.

Nachdem der GR  eine Mehrheitsentscheidung getroffen hat, muss dieser Beschluss,  nachdem vom OB kein Wiederspruch erfolgte laut Gemeindeordnung auch vollzogen werden.  Für eine zukunftsgewande Raumplanung  beantragt die SPD ein aktuelles Raum -und Funktionsprogramm.

Die Verwaltung möchte eine kritische Betrachtung zur Auslastung des Parkhauses vermeiden.  Es hilft aber auch kein Schönreden. Mit bisherigen 770 Fahrzeugen  müssen wird uns eingestehen, dass der Standort nicht angenommen wird.  Mit unseren konstruktiven Vorschlägen  zur Gebührengestaltung,  einer Parkkonzeption mit der Tiefgarage, oder der barrierefreier  Zugang  der Treppenanlage könnte das Parkhaus attraktiver werden. Wir leiten auch den Vorschlag eines Bürgers, zur Prüfung der Abschließbarkeit  für die untere Dauerstellplatzebene, weiter.

Ausblick

Wir freuen uns  auf die Umsetzung des Wohnbauprojektes Fichtenweg sowie die Auszeichnung  der Kita Pusteblume als Leuchtturmprojekt  für bezahlbaren Wohnraum.  Wir  bedanken uns auch für die Aufstockung der Schulsozialarbeit für die Wielandschule. Im Bereich  der Gewerbeansiedlung verfolgen wir gespannt  die Entwicklung. ( Gewerbegebiet Laupheim Ost).

Dieser HH Entwurf zwingt uns in einen Konflikt: Zum einen würdigen wir diesen professionell aufgestellten Haushalt. Auf der anderen Seite befürchten wir, dass für uns wichtige Projekte keinen Eingang finden könnten.  Nun sind wir gespannt auf den Verlauf der Debatte.

 
 

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